Aktuell: 04.06.2010 RWE-Vorstand stellt Insolvenzantrag
Es ist RWE nicht gelungen, die Bedingungen des DFB für die Regionalliga-Lizenzerteilung zu erfüllen. Es fehlte letztlich ein Betrag in Höhe von ca. 2,2 Mio. EUR.
Da die hinterlegte Bürgschaft dem Verein gem. der gerichtlich bestätigten Entscheidung des DFB vom vergangenen Mittwoch, 2. Juni, seit dem 29. Mai 2010 nicht zur Begleichung von bestehenden Verbindlichkeiten zur Verfügung steht, ist der Verein überschuldet.
Der Vorstand ist daher verpflichtet, unverzüglich Insolvenzantrag zu stellen, und würde sich ansonsten gem. § 42 Absatz 2 BGB schadensersatzpflichtig machen. Der Vorstand ist dieser Verpflichtung soeben nachgekommen und hat Insolvenz wegen Überschuldung beim Amtsgericht Essen beantragt.
Essen, den 4. Juni 2010
Uwe Pietsch Klaus Grewer Dr. Thomas Hermes Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
03.06.10 22:53 Der Kampf um die Lizenz ist verloren
Alle Bemühungen waren letztendlich erfolglos: Aufsichtsrat und Präsidium haben eine Vielzahl von Gesprächen geführt, sowohl mit Bonner Unternehmen als auch außerhalb von Bonn. Leider gab es keine Zusagen, die mit dazu beigetragen hätten, die vom DFB gestellten Bedingungen bis zum Abgabetermin am heutigen Freitag um 15.30 Uhr zu erfüllen. Jetzt gilt es, zumindest die Lizenz für die kommende NRW-Liga zu sichern. Der BSC hat zwei Wochen Zeit, die erforderlichen Unterlagen einzureichen.
Die Vereine aus der Regionalliga sterben ja wie in einer MG-Garbe... und der DFB ist nicht fähig seine Fehler zu erkennen! Wenn man sich die Liste der insolventen Clubs anschaut können einem ja die Tränen kommen, da geht Tradition unter. Hauptsache aber die VW-Kasper, Hopp-enheim und die Limo-Boys aus Leipzig setzen sich durch. Da vergeht einem tatsächlich die Lust auf Fussball!
Zitat von OptimusDie Vereine aus der Regionalliga sterben ja wie in einer MG-Garbe... und der DFB ist nicht fähig seine Fehler zu erkennen! Wenn man sich die Liste der insolventen Clubs anschaut können einem ja die Tränen kommen, da geht Tradition unter. Hauptsache aber die VW-Kasper, Hopp-enheim und die Limo-Boys aus Leipzig setzen sich durch. Da vergeht einem tatsächlich die Lust auf Fussball!
Lenkt der DFB schon ein? Nach übereinstimmenden Meldungen verschiedener Foren und Vereins-Seiten soll Wormatia Worms ein Platz in der Regio Süd angeboten worden sein. Da die Wormatia noch über finanzielle Reserven verfügt, sollte sie die Lücken schließen, die durch den finanziellen Kollaps der Traditionsvereine aus Reutlingen und Bamberg gerissen wurden. Scheinbar geht es doch nicht nur mit Zweitvertretungen!!!
Der SV Waldhof Mannheim 07 bedauert mitteilen zu müssen, dass trotz vielfältiger Anstrengungen die Auflagen des DFB zur Erlangung der Regionalligalizenz nicht erfüllt werden konnten. Die durch den DFB ursprünglich auferlegten Bedingungen im mittelhohen siebenstelligen Bereich, die maßgeblich durch die Höhe der Altverbindlichkeiten geprägt waren, konnten nicht vollumfänglich erfüllt werden. Eine Barkaution in Höhe von € 400.000,00, die bis Freitag, 04.06.2010, 15:30 Uhr, beim DFB zu hinterlegen war konnte nicht gestellt werden. Hinzu kommen zusätzliche finanzielle Nachweise in Höhe von € 350.000,00, die über den Planansatz des Vereines hinaus zu erbringen waren.
Offener Brief an den DFB! Das Original von dritteliga.net
Sehr geehrte Damen und Herren,
am Freitag beginnt mit der Fußball Weltmeisterschaft in Südafrika die größte Sportveranstaltung der Welt. Alle Augen richten sich nach Südafrika und auch in Deutschland beginnt langsam das Kribbeln auf dieses tolle Ereignis. Dieses tolle Ereignis wird hierzulande durch die negativen Neuigkeiten getrübt.
In der Regionalliga gibt es nach Ablauf der Saison 2009/2010 kaum sportliche Absteiger, ausgenommen die Regionalligen Nord und Süd, wo zum derzeitigen Zeitpunkt nur zwei sportliche Absteiger feststehen. Die Regionalliga West hat durch die nicht vergebenen Lizenzen keinen Absteiger zu verzeichnen.
Sicherlich tragen die Vereine eine gewisse Mitschuld an ihrer Misswirtschaft, doch ein langfristiges Überleben der Vereine in den Regionalligen wird es in der jetzigen Konstellation nicht geben.
Ein weiteres mahnendes Beispiel für die momentane Entwicklung ist durch den freiwilligen Rückzug des BSV Kickers Emden in der Saison 2008/2009 zu erkennen. Die Deichkicker finden sich in der fünften Liga wieder, weil auch dort die wirtschaftlichen Auflagen des DFB für die dritte Liga nicht zu erfüllen waren.
Wir von dritteliga.net haben die Befürchtung, dass sich früher oder später der amerikanische Weg im Fußball durchsetzen wird. Das würde bedeuten, dass nur 20-30 Vereine in einer Liga spielen, ohne Absteiger und ohne Emotionen. Allem dem, was in unserem Land der Fußball groß gemacht hat, würde der Vergangenheit angehören.
Es fängt doch schon bei den großen Vereinen mit ihren Zweitvertretungen an: Zuschauerzahlen schrumpfen, Sponsoren sind aufgrund des mangelnden Zuschaueraufkommens und der wenigen medialen Berichterstattung kaum noch interessant. Das Engagement für die Regionalliga rückt immer weiter in den Hintergrund und somit bleiben viele Gelder für die Vereine aus.
Die großen Vereine argumentieren häufig mit der nötigen Nachwuchsförderung und dem internationalen Vergleich. Es kann nicht in Ihrem Sinne sein, dass alle Vereine unterhalb der zweiten Liga mit ihren Zweit- und Drittvertretungen unter sich sind. Schließlich wollten doch die großen Vereine, dass ihre Zweitvertretung sich mit den kleinen „Vereinen“ messen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Durch das momentane System, unterlaufen Sie Ihr eigenes System.
Uns alle vereint die Liebe zum Fußball, der aber aus unserer Sicht am Scheideweg steht. Bei welcher Veranstaltung können wir unseren Emotionen so viel freien Lauf lassen? Niemand möchte Randale, dass möchten wir hiermit nochmals verdeutlichen, aber die Emotionen bei einem Sieg, einer Niederlage, bei einem Titelgewinn oder der Abstieg der eigenen Mannschaft wird es in der Zukunft so nicht mehr geben, da schon am Anfang der Saison vieles entschieden ist.
Wir von dritteliga.net sind nicht gegen den modernen Fußball, doch dürfen wir den Blick, was der Fußball für uns Fans bedeutet nicht verlieren!
In diesem Sinne bitten wir Sie, um eine Beurteilung der bestehenden Regionalligen und einem schnellen Handeln, bevor es noch weitere Vereine trifft.
Unsere Gedanken sind bei den vielen Vereinen (Rot-Weiss Essen, Bonner SC, Waldhof Mannheim, SSV Reutlingen, 1. FC Eintracht Bamberg & Tennis Borussia Berlin), die aus wirtschaftlicher Sicht in der kommenden Saison nicht in der Regionalliga antreten werden. Wir wünschen den oben genannten Vereinen viel Kraft und hoffen, dass wir gerade die Traditionsclubs bald wieder in einer neustrukturierten „Regionalliga“ begrüßen dürfen.
Die aktuellen Entwicklungen in den Regionalligen sind mit Sicherheit auch an euch nicht vorbei gegangen. Woche für Woche hört man von neuen Lizenzentzügen, von Vereinen, die um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen. Der Abstieg in der Weststaffel wurde diese Saison rein wirtschaftlich entschieden, im Süden schaut es nicht viel besser aus und auch im Norden musste ein Traditionsverein aus finanziellen Gründen das Handtuch werfen.
Allesamt leiden wir unter dem gleichen Problem: Eine unattraktive Liga, in der weder sportliche noch wirtschaftliche Gerechtigkeit herrscht. Der maßgebende Grund dafür findet sich in den U23-Mannschaften, bzw. Zweitvertretungen der Lizenzvereine. Nicht nur, dass sich durch die Fluktuation in deren Kadern Wettbewerbsverzerrung ergeben und sie nicht das wirtschaftliche Lizenzierungsverfahren durchlaufen müssen – nein: Es will sie schlicht und ergreifend auch niemand sehen. Die Zuschauerresonanz schwindet bei Spielen gegen diese Gegner zusehens. Von Partien untereinander (z.B. Wehen II – Fürth II vor 87 Zuschauern) ganz zu schweigen.
So schnell es passieren kann aus sportlichen oder wirtschaftlichen Gründen aus der Regionalliga zu verschwinden, so schwierig ist es, sie nach oben hin zu verlassen. Viele Vereine spielen aufgrund der Totengräberwirkung, die diese Liga durch ihre hohen Kosten bei geringem Ertrag hat, mit der Existenz ihres Clubs. Da es schwierig ist, sich in der Liga zu halten, lockt die höhere Klasse mit höheren Einnahmen. Dafür wird investiert und die Pleitenspirale beschleunigt. Schließlich kann dieses Ziel pro Jahr maximal ein Team erreichen.
Treffen von 24 Regionalligavereinen in Darmstadt
Diese Problematik ist euch mit Sicherheit nicht neu. Das Thema ist aktueller denn je und am gestrigen Mittwoch trafen sich Vertreter von 24 Regionalligavereinen (Anmkg.: Ohne die U23-Teams gibt es gerade mal 28 Vereine in den Regionalligen) auf Einladung des SV Darmstadt 98 und des KSV Hessen Kassel in Darmstadt, um sich auf einen gemeinsamen Vorschlag zur Reform der Regionalligen zu einigen und diesen beim DFB-Bundestag im Oktober in Essen vorzubringen.
Die Inhalte dieses Antrags gestalten sich wie folgt: Es soll eine Regionalliga mit zwei Staffeln (Nord/Süd) installiert werden. Alle U23-Mannschaften werden in eine eigene, dritte Staffel versetzt.
Die meister der Nord- und Südstaffel sowie einer der beiden Tabellenzweiten (--> Relegationsspiel) steigen in die 3.Liga auf. Aus der dritten Liga steigen die letzten drei Teams ab.
Aus der U23-Liga steigt das beste Team auf. Unabhängig vom Tabellenplatz steigt das schlechteste U23-Team in der 3.Liga in die U23-Liga ab. So wird auch gleichzeitig sichergestellt, dass es nicht mehr als vier U23-Teams in der 3.Liga geben kann.
Die Vereine wie auch wir sind der Meinung, dass sich daraus deutlich attraktivere Ligenzusammensetzungen ergeben. Dies sollte sich sowohl in Zuschauerzahlen als auch Medienpräsenz positiv auswirken. Des Weiteren ist ein möglicher Aufstieg deutlich realistischer und eine größere Spannung auch in der Saisonendphase gegeben. Eine komplette Ausgliederung der U23-Mannschaften aus dem Spielbetrieb wird nicht für durchsetzbar gehalten. Die Aufstiegsregelung zur Regionalliga soll erhalten bleiben.
Was können wir Fans tun?
Während nun also unsere Clubs dieses Anliegen zum Verband und in die Medien tragen, haben wir beschlossen dieses Vorhaben auch von Fanseite vereinsübergreifend zu unterstützen. Wir beabsichtigen dadurch eine noch größere Resonanz in den Medien zu erreichen und somit den Druck auf den DFB und die Lizenzvereine zu erhöhen. Einzeln können wir in der Größenordnung unserer Clubs nur wenig erreichen, zusammen sind wir aber die große, breite Basis des deutschen Fußballs, dieses Pfund sollte uns bewusst sein!
Als ersten Schritt haben wir eine Homepage (http://www.pro-regionalliga-reform-2012.de) eingerichtet. Dort könnt ihr aktuelle Infos zur Aktion abrufen, euch als Einzelpersonen in eine elektronische Unterschriftenliste einschreiben und eure Fangruppe (egal ob Dachverband, Ultragruppe, Fanclub o.ä.) als Unterstützer eintragen lassen. Selbstredend dürft und sollt ihr den o.g. Link gerne überall verbreiten.
Als weiteren Schritt planen wir eine ligen- und vereinsübergreifende Aktion am ersten Spieltag der neuen Saison. Dies soll mit Spruchbändern, Plakaten u.ä. geschehen. Natürlich sind wir auch offen für jede Anregung aus eurem Kreis. Wichtig ist nur, dass dies alles koordiniert abläuft, damit wir den größtmöglichen Erfolg daraus erzielen können.
Ausdrücklich sind alle Fanszenen aufgerufen sich zu beteiligen. Primär richten wir uns an die direkt Betroffenen der Ligen 3 bis 5. Da bekanntermaßen auch Fans der Bundesligavereine der aktuellen Regelung kritisch gegenüber stehen, sind diese natürlich auch gerne eingeladen uns zu unterstützen!
Als ersten Schritt erhoffen wir uns nun, möglichst viele Antworten von Fangruppen mit der Zusage ihrer Unterstützung zu erhalten. Bitte gebt dabei den Namen der Gruppe, den Bezugsverein und einen Ansprechpartner inkl. Email-Adresse an.
Auf gutes Gelingen! Grüße aus Südhessen.
Zur Information: Dieses Schreiben wurde an alle Fanbeauftragten der 1. bis 4.Liga sowie an Vereinsvertreter aller Fünftligisten geschickt. Die 47 Fanprojekte wurden ebenfalls informiert. Weiterhin wurden die jeweils größten und uns bekannten Fangruppen der Vereine in der 1. bis 5.Liga angeschrieben. Die Fanbeauftragten und Vereinsvertreter sind gebeten das Schreiben an die Fangruppen in ihrer Zuständigkeit weiterzuleiten. Falls wir jemanden vergessen haben, bitten wir um Entschuldigung und darum sich trotzdem bei uns zu melden!
Am 2.Tag des BFV-Verbandstages in Bad Gögging wurde ein Dringlichkeitsantrag der Bayernligisten angenommen.
Christoph Heckl, Vertreter der Bayernligisten
Christoph Heckl, Vertreter der Bayernliga-Vereine erläuterte dabei, worum es den Klubs geht: "Wir wollen deutlich machen, dass die Situation für die bayerischen Vereine, was die Regionalliga hinsichtlich finanzieller Ausstattung und Rahmenbedingungen betrifft, nicht hinnehmbar ist. Wir haben in einer Positionserklärung Ideen und Formulierungen zusammen gefasst. Wir haben erkannt und besprochen, welche Probleme da sind. Und es kann ja nicht sein, dass sich alle Vereine im Winter mit dem Thema Regionalliga beschäftigen und am Ende keiner in diese Liga will."
Dabei erhielt Heckl prominente Unterstützung. "Der BFV unterstützt diesen Antrag. Es ist höchste Zeit, dass sich nach den Profiklubs auch die bayerischen Amateurvereine zu diesem Thema klar positionieren. Natürlich geht es darum, Lösungen immer im Einklang mit dem DFB zu finden. Aber es geht auch darum, seine Meinung klar zum Ausdruck zu bringen", erklärte Präsident Dr. Rainer Koch.
Der 1. DFB-Vizepräsident Hermann Korfmacher signalisierte am Verbandstag: "Der DFB sieht auf jeden Fall, dass Handlungsbedarf gegeben ist."