Viktoria Aschaffenburg wird in der 18 Teams starken Südgruppe an den Start gehen. Manfred Allig, der Sportliche Leiter der Viktoria, zeigte sich demnach auch nicht sonderlich überrascht über diese Einteilung. "In dieser Art war das zu erwarten. Allerdings hätte ich von der Entfernung her Hessen Kassel mehr der West-Gruppe zugeordnet." Die neue Klasse ist für den Aufsteiger aus Aschaffenburg eine Gleichung mit vielen Unbekannten. "Es lässt sich nur schwer etwas über die Spielstärke der Vereine in unserer Gruppe sagen. Besonders die zweiten Mannschaften der Profi-Clubs sind schwer einzuschätzen. Wir werden aber mit einem Team an den Start gehen, das konkurrenzfähig ist. In erster Linie geht es für uns jedoch um den Klassenerhalt", betonte Allig.
Der Sportliche Leiter ist weiter auf der Suche nach neuen Spielern. Gestern wurde bekannt, dass auch Markus Gaubatz der zum Kader des Zweitliga-Aufsteigers FSV Frankfurt zählte, an den Schönbusch wechseln wird. Der 31-Jährige ist gelernter Abwehrspieler. Außerdem steht der 19-jährige Markus Wosiek vor einer Vertragsverlängerung. Aus der eigenen Viktoria-Jugend rücken die beiden 19-Jährigen Marcello Asta und Alexander Waimert (beide Abwehr) in den Regionalligakader auf.
Cloppenburg unzufrieden Unzufrieden mit der Gruppeneinteilung zeigte sich der BV Cloppenburg, der in der Weststaffel spielen soll. "Der DFB-Spielausschuss hat in den vergangenen Wochen intensiv gearbeitet und es geschafft, nahezu alle Wünsche der Vereine bei der Staffeleinteilung zu berücksichtigen", sagte der zuständige DFB-Direktor Helmut Sandrock. Zudem seien auch Gesichtspunkte wie der Erhalt von Derbys, die Entfernungen zwischen den Spielorten und die nahezu gleiche Verteilung der zweiten Mannschaften der Lizenzvereine in die Entscheidungsfindung eingeflossen. "Unter dem Strich ist es gelungen, drei ausgeglichene Staffeln zu bilden, die interessante und spannende Spiele in der neuen Regionalliga versprechen."
Cloppenburgs Präsident Joachim Schröder lehnte das neue Modell aus wirtschaftlichen Gründen ab. "Es ist eine Riesensauerei, dass der DFB allen großen Vereinen die Wünsche erfüllt. Die Willkür ist unglaublich. Wir überlegen, ob wir überhaupt antreten werden", sagte Schröder. Der Verein will aber erst noch das Gespräch mit dem DFB suchen. (dpa/dino)
Fußball. Vier Zugänge für die Saison 2008/09 meldete gestern der künftige Regionalligist Viktoria Aschaffenburg. Die Neuverpflichtungen wurden geschickt in alle Mannschaftsteile "gestreut": Vom Oberligisten TSG Wörsdorf kommt Torwart Sven Schmitt. Der 32-Jährige stand vor seiner Wörsdorfer Zeit beim jetzt ebenfalls für die Regionalliga qualifizierten SV Darmstadt 98 unter Vertrag.
Aschaffenburgs Abwehr wird verstärkt durch den 24-jährigen Andre Laurito vom FSV Frankfurt. Ein Fall fürs Mittelfeld ist Rückkehrer Markus Horr. Der 23-Jährige stand zuletzt beim Zweitliga-Aufsteiger FSV Frankfurt unter Vertrag. Stürmer Nima Latifiahvas (25) fand den Weg vom nordhessischen Oberligisten KSV Baunatal nach Aschaffenburg. Zuvor war Latifiahvas für den Regionalligisten KSV Hessen Kassel auf Torjagd gegangen.
Mit Horr und Latifiahvas war bis gestern eine mündliche Einigung erzielt, die Vertragsunterzeichnung steht noch aus.
Verlassen wird die Viktoria Gökhan Aydin. Er wechselt vom Schönbusch zum künftigen Oberligisten Kickers Offenbach II. (red)"
Fußball: 1:2 ein Achtungserfolg für Viktoria Aschaffenburg Regionalligist fast gleichwertig - Tor durch Di Rosa Fußball Nur mit viel Glück kam der Bundesligist VfL Wolfsburg zu einem mühevollen 2:1-Sieg bei Viktoria Aschaffenburg. Der Regionalligist war über lange Strecken gleichwertig und ging sogar in Führung. Der frühere Aschaffenburger Daniel Baier war sichtlich beeindruckt: "Das haben wir uns nicht so schwer vorgestellt. Aschaffenburg hat sehr gut gestanden und uns viel abverlangt.
Kompletter Kader Felix Magath hatte Wort gehalten und fast seinen kompletten Kader mitgebracht. Es fehlten lediglich die beiden italienischen Neuzugänge Barzagli und Zaccardo sowie Santana, Boakye und Wolze. Dass die "Wölfe" die Strapazen des Trainingslagers noch in den Knochen hatte, wollte Baier nicht als Ausrede gelten lassen. "Natürlich waren wir müde, aber trotzdem dürfen wir uns so nicht präsentieren. Da muss sich noch einiges verbessern."
Allenfalls in der Anfangsviertelstunde ließen die Wolfsburger ein wenig Klasse aufblitzen. Links kombinierten der Ex-Aschaffenburger Marcel Schäfer und der polnische Nationalspieler Jacek Krzynowek gefällig, über rechts stieß U21-Nationalspieler Ashan Dejagah nach vorne. Allerdings hatte sich die Viktoria recht schnell auf die VfL-Offensive eingestellt.Bei dereinzigen herausgespielten Chance rettete Schmidt gegen Saglik. Der neue Torwart der Viktoria war zufrieden. "Wir haben sehr gut gestanden, das hatten sich die Wolfsburger hier bestimmt einfacher vorgestellt. Insgesamt eine tolle Leistung unserer Mannschaft. Vor allem haben wir viel Selbstvertrauen gewonnen. Aber bis zum Ligastart sind es noch vier Wochen, da dürfen wir jetzt nicht überheblich werden."
Die Führung der Viktoria kurz nach der Pause war dennoch überraschend, denn nach vorne lief noch recht wenig zusammen. Im Mittelfeld mühte sich besonders Ken Aseada um Linie, aber in vielen Fällen war der neuformierten Mannschaft anzumerken, dass die letzte Abstimmung noch fehlt. Der Test-Stürmer Isaak Ojigwe kam daher kaum zum Zug. Das 1:0 entsprang einem schönen Konter. Anicic spielte den Pass mustergültig auf Di Rosa und der ließ Lenz im VfL-Tor keine Chance.
So richtig wach wurden die Gäste dadurch nicht. Allenfalls ein Solo von Gentner, das Schmidt, Laurito und der Pfosten stoppte, sorgte für Aufregung. Fast wie das Viktoria-Tor fiel aus dem Nichts der Ausgleich. Eine zu kurz abgewehrte Ecke nutzte Misimovic zu einem seiner gefürchteten Fernschüsse. Genauso zufällig das Siegtor, als die gesamte Hintermannschaft der Aschaffenburger sowohl bei der Flanke von Munteanu wie beim Kopfball von Grafite zu spät kam.
Borchers zufrieden Trainer Ronny Borchers war hoch zufrieden: "Wir sind erst seit zehn Tagen im Training. aber Disziplin und Ordnung haben schon mal gestimmt. Insgesamt hat sich die Mannschaft sehr gut präsentiert. Natürlich hätten wir gerne unentschieden gespielt, aber mir war wichtiger, viele Spieler einzusetzen. Deshalb die vielen Wechsel nach der Pause." Wie sein Torhüter warnt auch Borchers vor zu viel Zufriedenheit: "Wir stehen ganz am Anfang, es bleibt noch viel zu tun." Das wird die Viktoria ab heute im viertägigen Trainingslager in Grünberg/Hessen. Den Abschluss bildet ein Testspiel am Sonntag gegen den KSV Klein-Karben (16 Uhr, Windecken). (Klaus Gast)
Viktoria Aschaffenburg - VfL Wolfsburg 1:2 (0:0) Aschaffenburg: Schmidt (ab 77. Emmel) - Berthold (ab 57. Wosiek), Laurito, Gaubatz (ab 68. Akman), Brüdigam - Anicic (ab 70. Letellier), Horr, Aseada (ab 50. Schröer), Wagner - Ojigwe (ab 62. Latifiahvas), Di Rosa (ab 62. Gruzinski). Wolfsburg 1. Halbzeit: Benaglio - Schäfer, Simunek, Costa, Adlung - Josue - Krzynowek, Marcelinho, Dejagah - Radu, Saglik. - Wolfsburg 2. Halbzeit: Lenz - Alvim, Madlung, Riether, Baier - Hasebe, Gentner - Misimovic, Munteanu - Dzeko, Grafite. Zuschauer: 3 000. - Tore: 1:0 Di Rosa (51.), 1:1 Misimovic (70.), 1:2 Grafite (78.). - Schiedsrichter: Stieler (Offenbach)."
Nach drei Spielen ohne Niederlage ist bei der Viktoria die Überzeugung gewachsen, in der Regionalliga eine gute Rolle spielen zu können. "Die Mannschaft kann jedes Tempo mitgehen, präsentiert sich spielerisch und kämpferisch ansprechend", lobte Vize-Präsident Hans-Peter Knecht nach dem 1:1 gegen die SpVgg Greuther Fürth II.
Trainer Ronny Borchers erwartet nun beim 1. FC Nürnberg II die erste Bewährungsprobe. "Ich habe den Club schon beobachtet. Das ist wirklich eine Spitzenmannschaft."
Während Ken Asaeda noch für ein Spiel gesperrt ist, kehrt Stürmer Domenico di Rosa ins Team zurück. Gegen Fürth lief offensiv fast alles über Andreas Anicic. Borchers fordert daher eine Entlastung des Mittelfeldspielers: "Wir haben mehr Spieler, die Akzente in der Offensive setzen können - sie müssen das nun aber auch zeigen." Andernfalls sei die Mannschaft zu leicht auszurechnen.
Klaus Gast
Kehrt nach seiner Sperre ins Team zurück: Aschaffenburgs-Stürmer Domenico di Rosa.